Festivalprogramme der letzten Jahre

Rückblick auf 2018

2018 gab es in über 230 Veranstaltungen über 13.000 Zuschauer - ein neuer Rekord. Aber was ein besonders schöner Erfolg ist: Die Bewertungen aus den 2600 auswertbaren Fragebögen zu den Filmen, den Gesprächsrunden und zum Festival waren noch positiver als die Jahre zuvor. Dies bestätigt uns: Das Festivalkonzept kommt in den Kommunen gut an.

Und aus wissenschaftlicher Sicht gab es einen interessanten Befund: Die Filmvorführungen mit den anschließenden Gesprächen führen tatsächlich zu einem differenzierten Altersbild bei den Zuschauern. Damit konnte ein wesentliches Ziel des Festivals erstmals auch empirisch nachgewiesen werden.

 

Impressionen zur Eröffnung in Neustadt an der Weinstraße (19.10.2018)

Festivalteam und Prof. Lehr, Schirmherrin und Dr. Florian Pressmar, Universität Mainz
Festivalteam Boris Schmitt, Robert Huttenlocher, Michael Doh, Matthias Roos und Prof. Ursula Lehr und Dr. Florian Pressmar
Diskussionsrunde
Diskussionsrunde mit Doh, Pressmar, Zentrum für Wissenschaftliche Weiterbildung der Uni Mainz; Schmitt, VRRN
Grußwort von Prof. Ursula Lehr, Schirmherrin, 2. Vors. BAGSO
Prof. Ursula Lehr, Schirmherrin, 2. Vors. BAGSO
Kinosaal Neustadt/Weinstrasse
Kinosaal Neustadt/Weinstrasse
Festivalleiter Dr. Michael Doh, Institut für Gerontologie, Universität Heidelberg
Festivalleiter, Dr. Michael Doh, Institut für Gerontologie, Universität Heidelberg
Begrüßung durch Robert Huttenlocher, CinemaxX Mannheim/Neustadt
Robert Huttenlocher, Filmtheaterbetriebe Spickert, CinemaxX Mannheim

Teilnehmer 2018

Die Resonanz für die diesjährige Teilnahme am Europäischen Filmfestival der Generationen ist überaus groß. Insgesamt nehmen über 100 Städte und Gemeinden in Deutschland teil, wobei über die Hälfte der Veranstalter aus der Region Rhein-Neckar kommen. Ein Grund für den starken Anstieg beruht auf einer Kooperation mit dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA), wodurch bundesweit über 25 Mehrgenerationenhäuser für das Festival gewonnen werden konnten.

 

Erfreulich sind auch die Entwicklungen in einigen Regionen, die erst seit Kurzem dabei sind. So hat die Stadt Stuttgart aufgrund des letztjährigen Erfolgs im Stadtteil Vaihingen ihr Filmprogramm deutlich vergrößert und erstreckt sich nun auf auf fast alle Stadtteile. Zu zweiten Hochburg neben der Region Rhein-Neckar hat sich eine Region im hohen Norden gemausert - der Landkreis Havelland. Unter der Organisation der Demografie-Referentin des Landkreises, Sabine Kosakow-Kutscher, sind für dieses Jahr fast 40 Veranstaltungen in 14 Gemeinden geplant. Dabei strömten bereits 2017 zur Teilnahmepremiere über 700 Besucher zu den beiden Veranstaltungsorten Rathenow und Falkensee. Der große Zuspruch ermunterte nun den Landkreis das Festival mit weiteren dezentralen, niedrigschwelligen Veranstaltungen stark auszuweiten. Auffallend ist zudem der Zuspruch aus den neuen Bundesländern, wo mit Bestensee, Chemnitz, Greifswald, Halle, Markranstädt, Stendal, Zwickau weitere sieben Städte erstmals teilnehmen werden.

Insgesamt zeigt sich, dass das Festivalkonzept weiterhin und in verstärktem Maße auf eine große Resonanz zu stößt. Die Möglichkeit auch ohne Kinostätte vor Ort unterhaltsame Filme für alle Generationen zu präsentieren und dabei altersbezogene und zukunftsweisende kommunale Themen in einen Bürgerdiskurs zu bringen, ist offensichtlich auch für ländliche und strukturschwache Gebiete ein attraktives Veranstaltungsformat.

Für die beiden Hauptveranstalter, dem Kompetenzzentrum Alter am Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg und dem Gesundheitsamt Frankfurt am Main, ist diese positive Entwicklung Ansporn und Herausforderung zugleich, das Festival erfolgreich weiterzuentwickeln. So wird es im September erstmals auch in Delhi eine deutsch-indische Ausgabe des Festivals geben, das über ein universitäres Austauschprogramm des DAAD gefördert wird. Darüber hinaus findet während des Festivals eine wissenschaftliche Begleitung zum persönlichen Altersbild statt, umrahmt von mehreren intergenerativen Workshops in Mehrgenerationenhäusern und Seniorenzentren.
Einziges Manko ist weiterhin die finanzielle Ausstattung des Festivals. Hier ist man immer noch auf der Suche nach Fördermitteln auf Bundes- und Länderebene.